Donnerstag, 13. November 2014
Kleiner Beutenkäfer jetzt auch auf Sizilien entdeckt
Mittwoch, 12. November 2014
Jetzt den Bienen gegen die Varroa-Milbe helfen
Bienengesundheit – Nur mit gezielter Kombination von Sommer- und Winterbehandlung ist dem derzeit gefürchtetsten Bienenschädling beizukommen.
Gegen Ende des Bienenjahres rückt die Bekämpfung der Varroamilbe besonders in den Blickpunkt der Imker. Wenn im Herbst die Anzahl an Arbeitsbienen von fast 60.000 zur Zeit des höchsten Entwicklungsstandes im Juni/Juli auf weniger als 20.000 zurückgeht, dann kann sich ein Befall mit der Varroamilbe sehr kritisch auswirken. Höchste Gefahr für das Bienenvolk besteht insbesondere dann, wenn parallel zur Abnahme der Bienenzahl die Anzahl der Milben steigt.
Bienenvölker brechen völlig zusammen
Bereits
mehrere tausend Milben können die gesamte Sozialstruktur des hoch
entwickelten Bienenstaates schlagartig zerstören. Oftmals verlassen in
einer solchen Situation die Arbeitsbienen panikartig ihr Volk. Nur die
Königin bleibt mit einer Handvoll Bienen in einem nicht
überlebensfähigen Umfeld zurück. Immer wieder konnte beobachtet werden,
dass derartige Bienenvölker noch kurze Zeit vor dem Zusammenbruch
Spitzenerträge an Honig geliefert hatten, sich in der Folge aber der für
die Varroa typische Zusammenbruch nicht mehr verhindern lies. Für den
Imker heißt das, mit gezielten Abwehrmaßnahmen und rechtzeitig gegen
eine Massenvermehrung der Varroamilbe anzukämpfen.
Milbe reagiert empfindlich auf Säuren
Je
größer ein Parasit im Vergleich zu seinem Wirt gewachsen ist, desto
schwieriger ist allgemein im Bereich der Insekten seine Bekämpfung. Bei
der Bekämpfung der Varroamilbe kommt den Imkern zum Glück jedoch eine
physiologische Besonderheit der Varroamilbe entgegen. Die Milbe kommt
wegen der Empfindlichkeit ihrer Tracheenöffnungen gegenüber Verätzungen
durch Säuren oder Säuredämpfe weit schlechter zurecht als die
Honigbiene. Bereits eine Übersäuerung des Körpers hemmt die Varroamilbe
wirksam. Seit den 1980er-Jahren werden daher organische Säuren wie
Milchsäure und vor allem auch Ameisensäure als Varroabekämpfungsmittel
eingesetzt. Entscheidend verbessert hat die Ausbringung der Ameisensäure
schließlich die Einführung von Langzeitverdunstern. Damit wurden die
Bienenverträglichkeit und der Wirkungsgrad der Behandlungen enorm
gesteigert.
Sofort nach letzter Schleuderung handeln
Entscheidend
für den Erfolg einer Sommerbehandlung mit Ameisensäure ist eindeutig
der Zeitpunkt. Um zu verhindern, dass die Varroa noch in hohem Ausmaß
die Winterbienen (durch Anstechen und Saugen) schädigt, sollte die
Anwendung von Ameisensäure und auch von anderen Bekämpfungsmitteln (wie
z. B. „Thymovar“) sofort nach der letzten Schleuderung erfolgen – somit,
wenn möglich, noch Ende Juli, spätestens aber Anfang August. Da aber auch nach erfolgreicher Sommerbehandlung eine Reinfektion mit Varroen (z. B. aus zusammengebrochenen Völkern) niemals ausgeschlossen werden kann, muss auf jeden Fall auch eine Winterbehandlung mit Oxalsäure durchgeführt werden. Oxalsäure ist ebenfalls eine organische Säure, die so wie Ameisen- und Milchsäure in Spuren auch im Honig natürlich vorkommt. Da die Oxalsäure jedoch nicht wie die Ameisensäure durch die Zelldeckel hindurch auf die Milben in der Bienenbrut wirkt, darf das Aufträufeln von Oxalsäurelösung bzw. das Verdampfen von Oxalsäuretabletten nur in völlig brutfreien Bienenvölkern in der kalten Jahreszeit vorgenommen werden.
Schulungsangebot der Imkereiverbände
Um
eine einheitliche sowie auch den jeweiligen Verhältnissen der einzelnen
Imker angepasste Bekämpfungsweise sicherzustellen, bieten die
Imkereiverbände über ihre Orts- und Bezirksgruppen Schulungen und
Varroaseminare an. Die Kosten dieser Bildungsmaßnahmen werden im
Wesentlichen durch die Imkereiförderung getragen. Die
Bildungsveranstaltungen wurden in den vergangenen Jahren durch die
Imkerschaft sehr gerne angenommen. Zusammenfassend ist festzuhalten,
dass die große Mehrheit der österreichischen Imker durch gezielte
Kombination von Sommer- und Winterbehandlung die Varroa sehr gut im
Griff hat.
Wolfgang Messner
Bienenjahr in der Zielgeraden
Während in den Ackerbauregionen derzeit noch die Sonnenblumen blühen und vereinzelt auch noch der Wald schwach honigt, bereiten sich die Imker auf die Abschlussarbeiten der heurigen Saison vor. In erster Linie muss den Bienen zumindest ein Teil des geernteten Honigs, der ja als Wintervorrat gesammelt wurde, in Form verdaulichen Invertzuckersirupen „rückerstattet“ werden. Die Einfütterung sollte gleich nach der letzten Honigschleuderung begonnen werden. Damit werden Hungerphasen vermieden und die Bienen können den zur Überwinterung tauglichen Fütterungshonig einlagernAlljährliche Behandlung ist notwendig
Milben nehmen unter den Krankheitserregern der Honigbiene eine besondere Stellung ein. Diese Spinnentiere kommen als mikroskopisch kleine „Tracheenmilbe“ in den feinen Atmungsorganen der Biene vor sowie als unvergleichlich größere Varroamilbe (Varroa destructor), die bei einer Körpergröße von mehr als einem Quadratmillimeter mit freiem Auge gut sichtbar ist. Während die Tracheenmilbe heute keine praktische Relevanz mehr hat, ist die Varroamilbe seit Beginn der 1980er-Jahre zu einer höchst gefährlichen Bedrohung für unsere Bienenvölker geworden.Der Parasit hat sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet in Ostasien. Die dortigen Honigbiehen (Apis cerana) sind mit dem Schädling in einer Art Gleichgewichtszustand. Dies ist bedingt durch das aggressive Putzverhalten und die im Vergleich zu unseren Bienen (Apis melifera) kürzere Entwicklungsdauer. Da sich die Varroa nur in geschlossener (verdeckelter) Bienenbrut vermehren kann, ist die Entwicklungsdauer der Brut ein entscheidender Einflussfaktor für die Vermehrungsrate der Milbe. Erst der Mensch hat ungewollterweise durch das Verbringen von Bienen über die topografische Barriere des Himalaja hinweg die Voraussetzungen geschaffen, dass der Schädling aus seinem ursprünglichen Verbreitungsgebiet ausbrechen konnte. Die Auswirkungen des Varroabefalls auf ein Bienenvolk sind dramatisch. Der hoch spezialisierte Parasit kann sich auf praktisch unlösbare Weise in das Haarkleid der Bienen verkrallen. Andererseits ist er hochmobil und jederzeit in der Lage, unmittelbar vor dem Verdeckeln in einer passenden Brutzelle unterzutauchen. Hoher Milbenbefall ist durch das verbreitete Auftreten verstümmelter oder unterentwickelter Jungbienen erkennbar. Die Milbe setzt aber auch der erwachsene Bienen durch die Einstiche in die weichen Hautpartien des Bienenkörpers zu. Die dadurch verursachten Wunden sind eine willkommene Eintrittspforte für eine Reihe mikrobieller Krankheitserreger (insbesondere Viren).
Der fatale Siegeszug der Varroa ging seit den 1980er-Jahren rasant weiter und machte auch vor anderen Kontinenten nicht halt. Mittlerweile ist lediglich Australien mit äußerst restriktiven Einfuhrbeschränkungen von dieser Geißel verschont geblieben. Schmerzlich war aber auch die Erkenntnis, dass es keine Möglichkeit gibt, den Parasiten jemals wieder endgültig loszuwerden, womit aber auch die Notwendigkeit verbunden ist, die Bienenvölker permanent alljährlich zu behandeln.
Des Imkers größte Sorge
"Ich ziehe jetzt einfach mal eine Puppe, und schaue, ob hier Varroen drauf sind."
Er zieht einen schneeweißen Wurm hervor. Kopf und Köper sind schon gut zu erkennen.
"Normalerweise würde die Varroa jetzt hier auf den Puppen sitzen, und das würde bei einem stark befallenen Volk nicht nur eine sein, sondern direkt drei, vier, fünf. Und dementsprechend hätten wir auch die Vermehrung im Bienenvolk. Wenn das auch schon so wäre, würde man aber auch schon Schäden an den Bienen feststellen können."
Schäden durch Varroa in diesem Jahr früher
Bienen mit verkrüppelten Flügeln oder verkürztem Hinterleib sind alarmierende Warnhinweise für Bienenhalter. Schäden durch die Varroa-Milbe kommen in diesem Jahr früher als sonst, sagt Dr. Peter Rosenkranz, Leiter der Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim."Wir haben dieses Jahr eben Ende Mai, Anfang Juni bereits Bienenvölker gesehen mit geschädigten Bienen. Und das heißt, dass hier eigentlich die Schadensschwelle bereits jetzt erreicht ist. Wir gehen davon aus, dass wir im Grunde jetzt im Zustand sind, was den Varroa-Befall betrifft, den wir sonst erst in sechs Wochen erreichen würden."
Dadurch, dass es dieses Jahr praktisch keinen Winter gab, ist die Natur im Frühjahr gut aus den Startblöcken gekommen: Die Pflanzen blühten früh, auch die Bienen fanden gute Bedingungen.
"Dieses Jahr hatten Völker zum Teil schon kurz nach Weihnachten angefangen, zu brüten, sprich: Auch die Varroa-Milbe konnte sich schon vermehren. Und wir haben zumindest etliche Völker, wo wir bereits im Juni gesehen haben, dass geschädigte Bienen aufgetreten sind, die definitiv dem Varroa-Befall zuzuordnen sind. Und da muss man rechtzeitig gegensteuern. Wir werden dieses Jahr einfach mehr Probleme haben. Die Befürchtung ist, dass wir Völkerverluste eventuell im Herbst haben, weil doch nicht alle Imker den Varroa-Befall rechtzeitig bemerken, und dass auch ein Teil der Völker einfach geschwächt ist."
Die Imker müssen in diesem Jahr schon jetzt genau hinschauen und schwachen Völkern helfen, auch wenn die Honigernte noch läuft, sagt Rosenkranz.
"Wir empfehlen dann normalerweise Ende Juli, Anfang August spätestens eine Ameisensäurebekämpfung. Ameisensäure ist natürlich Bestandteil des Honigs, das heißt, man hat dann auch keine Gefahr für die Kontamination von Bienenprodukten, die verdunstet und tötet die Milben ab. Nicht zu 100 Prozent, aber doch so, dass eben der größte Teil der Milben weg ist, und das kann man zum Beispiel jetzt schon vorziehen."
So macht es auch Friedel Mirbach. Seine 70 Völker sind auch in diesem Jahr von dem Parasiten verschont geblieben. Außerdem nimmt der Imker den Milben einen Teil ihrer Brutplätze: Die Drohnenbrut. Ein Volk produziert viel mehr Drohnen als für die Befruchtung nötig sind. Gleichzeitig finden die Milben diese Waben besonders attraktiv, weil die Drohnen länger brauchen, um sich zu entwickeln und damit auch die Milben mehr Zeit zur Fortpflanzung im Schutze der Wabe haben. Mirbach entfernt regelmäßig Drohnenwaben mitsamt den Milben aus seinen Völkern.
"Ich möchte jetzt die Wabe bienenfrei machen, damit wir halt diese Drohnenwabe schneiden können."
Reduzierung der Varroa auf natürliche Weise
Friedel Mirbach schlägt an die Wabe. Die Arbeiterinnen fliegen auf und verkriechen sich im Stock. Der Imker zückt sein"So, jetzt machen wir den Rahmen wieder frei, dass die Bienen wieder bauen können. Das macht man eben bis in den Juli, bis Ende Juli halten sich die Bienenvölker meistens noch Drohnen, jetzt haben wir wieder einen leeren Rahmen. Und wir haben eben auf der anderen Seite eine Reduzierung der Varroa auf natürliche Weise, ohne dass wir jetzt Chemie einsetzen mussten."
Freitag, 31. Oktober 2014
Der Beutenkäfer in Italien ein Situationsbericht
So sieht es im moment in Italien aus, der Beutenkäfer wurde in 49 Völkern nachgewiesen. Die Völker wurden vernichtet, in einem Fall wurde er sogar in der Erde in seinem letzten entwicklungsschritt gefunden.
Die Bienen sterben – Na Und?
Dass die Bienen sterben scheint sich inzwischen herumgesprochen zu haben. Es gibt reihenweise Artikel zu diesem Thema im Internet und auch Reportagen im Fernsehen.
Besonders beeindruckend fand ich die Tatsache, dass sogar die „Deutschen Wirtschaftsnachrichten“ sich dieses Themas intensiv und extensiv annahmen (Rätselhaftes Bienensterben alarmiert US-Regierung ). Aber der Grund wurde hier schnell klar. Es war der gleiche Grund, warum auch die amerikanische Regierung urplötzlich die armen Bienchen so lieb zu haben scheint: Geld. Was sonst?
Ursachenforschung – honigsüß
Bei 24 Milliarden Dollar möglichen Verlusten hört natürlich der Spaß auf. Die „Deutschen Wirtschaftsnachrichten“ wissen zu berichten, dass bei einem weiteren Bienensterben es bald einige Produkte nicht mehr geben wird. Dies sind Kirschen, Wassermelonen, Kiwis und Avocados (Studie: Bienen-Sterben in Europa ist alarmierend). Insgesamt sind rund 35 Prozent aller Nahrungsmittel auf die Arbeit der Bienen angewiesen.Da werden laut „Spiegel“ auch die Pestizide als mögliche Ursache diskutiert. Aber, so argumentiert das Blatt weiter, die „genauen Ursachen des Bienensterbens sind bislang unklar. Vermutet werden mehrere Faktoren, darunter Parasiten, wie die Varroa-Milbe, Krankheiten, der Verlust der genetischen Vielfalt, falsche Fütterung und Pestizide.“ Dabei stelle ich mir die Frage, warum man beim „Spiegel“ Parasiten und Krankheiten voneinander trennt? Sind etwa Krankheiten schlimm und Parasiten ein ungesundes Hobby der Bienen? Gibt es einen Verlust der genetischen Vielfalt und was ist hier die Ursache dafür? Wer füttert die wilden Bienen, wenn die sich nicht selbst füttern? Warum sind auf einmal Milben eine Gefahr für die Bienen? Hat es die nicht neben den Bienen schon seit Urgedenken gegeben, ohne die Bienen zu gefährden? Das Einzige in dieser Auflistung, das neu und nicht ungefährlich ist, das sind die Pestizide. Denn die zeichnen sich ja dadurch aus, auch Insekten wie den Bienen den Garaus zu machen.
Umso erstaunlicher ist der Standpunkt der „Deutschen Wirtschaftsnachrichten“, die im oben zitierten Beitrag eine Studie zitieren, die herausgefunden hat, dass „Insektizide und Fungizide die Grundlage für das Massensterben der Bienen bilden.“ Also doch!? Und fast noch bemerkenswerter ist der darauf folgende Satz: „Dabei kommt es auf die Wechselwirkung dieser chemischen Produkte an, die noch immer nicht hinreichend untersucht werden konnten.“ Aber Hallo! Es gibt also Wechselwirkungen bei Pestiziden, die bis heute niemand interessiert hat. Also wieder einmal wurde die Sicherheit nicht bewiesen, sondern als bewiesen unterstellt – die Hypothese als Beweis oder die Quadratur des Kreises der chemischen Industrie. Mich stört hier das Wörtchen „konnten“. Da fliegen die Jungs zum Mond, sind aber nicht in der Lage, Wechselwirkungen, die man in der pharmazeutischen Industrie sehr wohl, sehr gut beschreiben kann, auch in der Ökologie zu erforschen. Das glaub´ ich nicht. Solche Wechselwirkungen zu erforschen ist mühsam und kostspielig, wovor der tüchtige Geschäftsmann sich scheut. Denn Umsatz ist sein Ziel, nicht Sicherheit für Bienen und Ökologie.
Beim Weiterlesen des Artikels kommt noch eine andere Dimension des „Nicht-Könnens“ hinzu. Und die heißt: „Nicht-Dürfen“. Denn die oben zitierte Studie wollte besonders den Gründen für den „winterlichen Massentod“ nachgehen. Daraus wurde aber nichts. Warum? Die „WirtschaftsWoche“ gibt die Erklärung in Fettdruck dazu: „Die Autoren der Studie hatten ursprünglich einen starken Fokus auf Pestizide legen wollen, was jedoch durch die Regierungen der betroffenen Länder untersagt wurde.“
Zusammenhänge nicht sehen können, weil man nicht das Fachwissen oder allgemein nicht die intellektuellen Kapazitäten dazu hat, das ist eine Sache. Aber Zusammenhänge sehen und sie bewusst ausblenden, das hat mit mangelndem Intellekt und fehlendem Wissen nichts zu tun, sondern ist einfach nur kriminell.
Die Ursache für diese Bemühungen der Verschleierung und Wissenschaftsbeugung sind schnell klar, wenn wir den „Spiegel“-Artikel weiter verfolgen. Denn hier können wir lesen, dass die Herstellerfirmen von Pestiziden zu rechtlichen Mitteln gegriffen haben, um ein Verbot der Pestizide zu unterbinden.
Trotzdem gibt es in der EU seit vergangenem Jahr Verbote für bestimmte Pestizide. Syngenta, BASF und Bayer sind mit einigen ihrer Produkte davon betroffen. Folgerichtig haben alle drei Firmen geklagt. Die EU-Kommission hatte das Verbot beziehungsweise einen eingeschränkten Einsatz mit den Problemen bei den Honigbienen begründet. Und nur mal so nebenbei: die geplanten Handelsabkommen mit Kanada (CETA) und den USA (TTIP) sollen ja die “Investorenschutzklausel” als wichtigsten Bestandteil haben. Das bedeutet, dass dann Firmen wie Bayer etc. Schadenersatz für das Pestizidverbot einklagen könnten.
Fazit
Wenn man die Ursachen für das Bienensterben nicht mehr leugnen kann, dann muss man die Erforschung und Klarstellung dieser Ursachen verwässern und notfalls sogar verbieten, damit die “armen” Pestizid-Hersteller nicht um ihre wohlverdienten Pfründe kommen.Als Begleitmusik dazu dient so lange eine heuchlerische Diskussion um Krankheiten, Parasiten, genetische Viel- oder Einfalt und andere irrelevante Themen, die hoffentlich von den eigentlichen Ursachen ablenken helfen. Bei den Zigaretten war das Vorgehen und die Reaktion der Zigarettenhersteller damals genau so. Die Amerikaner sagen dazu: „History repeats itself.“ Auf Deutsch: Eher fangen die Bienen das Rauchen an, als dass die Pestizid-Hersteller einen Zusammenhang zwischen ihren Produkten und dem Bienensterben zugeben – auch wenn er noch so klar auf der Hand liegt.
Ergänzung 26.9.2014
Eine Sendung des SWR zum Thema Bienensterben verdeutlicht die dramatische Problematik. Die Sendung ist in der ARD Mediathek noch abrufbar unter: Warum sterben die Bienen? Imker schlagen Alarm.Um es auf den Punkt zu bringen: Man stelle sich einmal vor, was in Deutschland los wäre, wenn jedes Jahr 30% der Kühe, der Schweine oder der Hühner “einfach verenden” würden? Und jetzt kommt das ABER: Das Fleisch und die Milch brauchen wir zum überleben NICHT. Aber zwei Drittel unserer Gemüse und Obstsorten? Das bedeutet: Keine Erdbeeren, keine Äpfel. Wie die Ernährung dann überhaupt sichergestellt werden könnte ist überhaupt nicht abzuschätzen. Einige Experten warnen: “Dann können wir uns kaum noch verpflegen.“
(C) Rene Gräber
Mittwoch, 8. Oktober 2014
Der Käfer mal zur Ansicht
Das Video zeigt den kleinen Beutenkäfer, der seit September in Italien wahrscheinlich aus Übersee eingeschleppt worden ist. Er befällt die Bienenbehausung und seine Maden zerstören die Waben und den Honig u.s.w.
Das wird dazu führen das der Honigpreis steigen und der Preis für Ableger auch.
Dienstag, 7. Oktober 2014
Der kleine Beutenkäfer in Italien
Der ausgewachsene Käfer ist rund einen halben Zentimeter lang. Seine Larven erinnern entfernt an Wachsmottenlarven.
Der Kleine Beutenkäfer wurde in der Provinz Reggio Calabria in der Nähe des Hafens von Gioia Tauro nachgewiesen. Dies meldete das italienische Gesundheitsministerium am Wochenende. In einer Imkerei wurden sowohl ausgewachsene Käfer als auch Larven in Ablegern gefunden. Zurzeit wird untersucht, ob es sich der Käfer erst vor kurzem eingeschleppt wurde oder ob er sich bereits seit längerer Zeit in der Region aufhält. Nur auf Basis dieser Erhebung kann eine ausreichende Bekämpfung des Schädlings organisiert werden.
Der Kleine Beutenkäfer kommt ursprünglich in Afrika südlich der Sahara vor. In den 1990er-Jahren wurde er in die USA, später auch nach Australien und in andere Länder eingeschleppt. Dort hatte er in der Anfangszeit starke Schäden verursacht. In den letzten Jahren ist es nach aufklärenden Studien allerdings ruhig um den Käfer geworden.
Vor rund zehn Jahren hatte der Kleine Beutenkäfer Europa schon einmal erreicht. Damals tauchte er in Portugal auf. Seine Ausbreitung konnte durch rigorose Maßnahmen allerdings gestoppt werden. Die Gefahr einer Einschleppung des Schädlings führte zu strikteren Einfuhrregeln für Bienen in die EU. Allerdings halten sich immer wieder einige Imker nicht an die Bestimmungen und gefährden auf diese Weise die europäische Imkerei.
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